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Wacken Festival 2009

Wacken Geschichte: Wacken als Lebenshilfe

Autor: Anja Paulsen

» alle Geschichten zum Wacken Open Air


Hey Ho, let's go...

hieß es am 05.08.2004 für mich und meinen damaligen Freund...

wir hatten uns kurzfristig entschieden zum Wacken Open Air zu fahren um uns dann die Böhsen Onkelz anzusehen, die man zu der Zeit noch sehr häufig gehört hat...

Schon die Entscheidung dazu und es dann mitzuteilen hieß für die Mutter meines Freundes Stress pur...

Übermutter lässt grüßen... "Ruf an wenn du da bist!"..."Fahrt aber bitte vorsichtig!"..."Lasst euch nicht ausrauben!"...all solche Sprüche eben...

...schnell zu mir fahren und meine Sachen packen...

Meine Eltern wünschten nur viel Spaß und gaben mir noch 80€, damit ich es mir auch gutgehen lassen konnte... Keine Angst, das pure Vertrauen...immerhin war ich zu der Zeit nicht viel größer als ein Däumling und nicht breiter als ein Streichholz...;o) Schon auf der Autobahn meinte mein Freund dann mir Vorträge zu halten, wie man sich dort verhält, denn ich war zuvor ja noch nicht in Wacken gewesen... Ich hörte nicht mal mit halben Ohr zu, denn es war mir einfach viiiiel zu anstrengend mich in eine Richtung weisen zu lassen, die ihm gefallen könnte... Ab Besdorf nahm der Verkehr dann zu und schon in vor Gribbohm standen wir in der Warteschlange um aufs Festival fahren zu können... an der Zollkontrolle vorbei und man wurde nett von den Ticketverkäufern begrüßt... Diese vielen Menschen machten mir dann doch ein wenig Angst, bei dem was mir vorher versucht wurde einzuprägen...aber das sollte sich als nichtig erweisen... denn alles war ruhig und alle waren super nett... Angekommen auf unserem Standplatz und erstmal eine geraucht... ging es dann bei gefühlten 80°C zum Festivalgelände... wobei man auf dem Weg schon alle Nationen der Welt erahnen konnte... Wir wurden angesprochen und ich hatte nette Gespräche, mein Ex verstand nämlich nichts, da er absolut kein Englisch konnte... Für ihn war es immer nicht wichtig Englisch zu lernen und als Weltsprache hätte er es nie gesehen... aber das sollte sich an dem Tag als Fehler erweisen... Kurz bevor wir dann das Gelände erreichten fiel ihm ein seine Mutter ja noch anrufen zu müssen, er hatte mal wieder kein Geld auf dem Handy und so musste meine Handy/Geld dafür herhalten... Gefühlte Stunden und Augenrollen später konnte der Tag dann doch weitergehen...

Erstmal über den Metalmarkt geschlendert und zum Merchandising und danach dann aufs Gelände...wo ein sehr aggressiver Mann meinte auf mich zuzukommen und mir erstmal eine rein zu geben... die Securitys bekamen das dann mit und er musste das Gelände auf schnellsten Wege verlassen, das war dann die einzig aggressive Erfahrung, die ich an den nächsten Tagen machen sollte... ...Ich musste dann das Gelände nochmal verlassen und wusste nicht, dass ich meine Karte in ein Band hätte umtauschen sollen und mein Freund ist dermaßen ausgeflippt, dass man ja nun nicht mehr aufs Gelände käme und wir gleich wieder nach Hause fahren könnten... Ich bin dann zu den Securitys gegangen, nach langem Aufstand meines Freundes... der mir wieder Belehrungen über Belehrungen ins Ohr prellte... ich hab mich dann aús dem Gespräch gerissen und bin wie gesagt zu den Securitys, die dann mit mir zu dem Stand gegangen sind um mir die Bänder zu besorgen... noch nie so nette Securitys erlebt... es sollte sich dann auch herausstellen, dass mein Freund sich ab dann nur noch an mich und nicht an sich selbst hielt... keine Belehrungen mehr etc....

Wie haben uns dann schon bei Motörhead auf die Wiese vor der Black Stage gesetzt, danach sollten dann die Onkelz kommen... Mit einem super Showdown kamen diese dann auch... 2 1/2 Stunden volle Party direkt vorne an der Black Stage, von dort aus konnte man sehr gut und ohne Gequetsche auf die True Metal Stage schauen... als das Ganze dann vorbei war hab ich mich dann noch an die Absperrung gesetzt um mich ein wenig auszuruhen... wo dann ein Security kam und mich bat mit ihm zu kommen, ich dachte schon, was ich denn jetzt falsch gemacht hätte, doch er führte mich direkt zu den Onkelz... ...ich durfte mit ihnen eine schöne Nacht bei Bier und Zigaretten verbringen...

Mein Freund, den ich zu dem Zeitpunkt schon voll vergessen hatte, weil die Stimmung so ausgelassen war, rief dann an, wann ich denn endlich wieder zum Auto käme, er warte schon ewig... Als ich ihm dann mitteilte, dass ich dort säße mit den Onkelz flippte er kollossal aus und fuhr heim... Ich verbrachte dann noch 2 Stunden mit der Band, die mir gute Tipps gaben meine Drogensucht zu bewältigen... wie es so kam durfte ich die ganzen anderen Tage noch auf dem Festival verbringen... wo ich dann noch Holger Hübner kennenlernte... ein sehr netter Mann, wobei ich feststellen sollte, dass sein Beruf seeeeeeehr stressig ist... ich dachte immer, dass so ein Festival sobald es läuft dann nicht mehr sooooo heavy ist, aber es gab hier Probleme und dort und eigentlich war er überall gefragt... ein Mann also, der was von Multitasking versteht... Die Stimmung war so ausgelassen, ich wusste natürlich nicht wo ich schlafen sollte, aber man lernte so ungefähr 1000000 Leute kennen... bei 3 Amis aus Arizona/Phoenix sollte ich dann unterkommen... wobei tagsüber so ungefähr 100 Leute die Runde fanden... ...ich lernte, dann noch ein paar Dänen kennen, die mir einen Platz in ihrem Bus anboten und mich nach Hause fuhren, da es auf dem Weg lag... Den Stress den ich immer mit meinem Freund hatte konnte ich in Wacken absolut vergessen (genauso wie Erfahrungen und Drogensucht) und ich konnte mich nach dieser Erfahrung auch endlich gegen ihn durchsetzen ohne ein schlechtes Gewissen dabei zu haben... ich konnte schlechte Erfahrungen bewältigen und kam aus der Drogensucht... Wacken hat mich einfach voll und ganz verändert... ich bin selbstbewusster und ausgelassener geworden... vorher hatte man verkrampfte Ziele, die man irgendwie nie verwirklichen konnte, weil man immer nur mit einem "Muss-Gefühl" an die Sache ging und danach war alles anders... Die Beziehung zu meinem Freund sollte an meiner neuen Lebensart kaputtgehen, aber heute geht es mir um einiges besser damit...

Wacken hat mein Leben verändert und jedes Jahr in meinem Leben besser werden lassen...

Wacken hat mich aus der langen Beziehung befreit, die mich meiner Freiheit immer beraubt hat...

Durch Wacken konnte ich meine Drogensucht bewältigen... und schlechte Erfahrungen in Lebensinhalte umwandeln, die ein jeder Mensch immer mal wieder durchmachen muss...

DANKE AN DIESES GROSSARTIGE FESTIVAL UND DIE TOLLEN MENSCHEN, DIE DORT JEDES JAHR EINSTRÖMEN !

Für dieses Jahr habe ich leider keine Karte mehr bekommen und ich hoffe, dass ich durch euch noch eine bekomme und Wacken mit meinem neuen Freund, mit dem die Beziehung sehr harmonisch verläuft, erleben kann/darf !

SEE YA IN WACKEN !!! (hopefully)


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