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Wacken Festival 2009

Wacken Geschichte: Weg der Pilger

Autor: Varina R.

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Es war einmal vor nicht allzu langer Zeit, da sammelten sich in einem wundersamen, fernen Land namens Wacken die mächtigsten Metaller der Welt. Auch ich gehörte zu ihnen. Doch der Weg nach Wacken ist lang und beschwerlich, voller Abenteuer und Hindernisse. Ich möchte euch nun von dieser Reise berichten.

Den ersten Teil des Weges habe ich zusammen mit meinen tapferen Gefährten im Auto zurückgelegt. Auch hier gab es bereits erste Hindernisse, so wurden Geduld und Blase in langen Staus getestet. Denn tausende weitere Pilger hatten die Reise nach Wacken zu Fuß angetreten und versperrten die Straßen, jeder wollte zuerst ankommen.

Schließlich erreichten wir Zeltplatz U, hier endete unsere Fahrt mit dem Auto, ein Weiterkommen wurde durch einflussreiche Männer, auch Sicherheitskräfte genannt, verhindert. Wir richteten also unser Lager ein und stärkten uns für den gefährlicheren Teil der Reise. Zur Stärkung haben sich übrigens Grillfleisch und Alkohol am besten bewährt.

Als jeder das Gefühl hatte, ausreichend gestärkt zu sein, traten wir den nächsten Teil der Reise an. Da uns aber ein unsicherer Weg bevorstand, wurde sicherheitshalber weiterer Alkohol mitgenommen. In Wacken kommt dem Alkohol eine ganz besondere Rolle zu, er verleiht beinahe magische Kräfte und ermöglicht ein vollkommenes Eintauchen in die herrschende Wunderwelt.

Damit wurden für den Weg bereits zwei Aufgaben festgelegt:
Aufgabe eins: Kein Alkohol darf verschüttet werden.
Aufgabe zwei: Der gesamte Alkohol muss bis zum Erreichen des Eingangstors vernichtet werden.

Im Wackenland wird Alkohol von vielen als wertvolles Zahlungsmittel angesehen, so kam es, dass die dritte Aufgabe darin bestand, ausreichend Alkohol für die eigene Gruppe vor Wegelagerern und Nackt-Orks zu beschützen.

Nackt-Orks sind eindeutig an ihrem äußeren Erscheinungsbild zu erkennen. Wenn man ihnen begegnet, richten sie sich in voller Größe bedrohlich vor einem auf. Es kann dabei sehr gefährlich werden, wenn man nicht weiß, was zu tun ist. In der Regel lässt sich ein Angriff aber durch die Übergabe einer vollen Bierdose bereits abwenden. Nackt-Orks können auch in Gruppen auftreten, unsere Aufgabe 3 wäre bei einem Zusammentreffen mit einer solchen Gruppe kaum zu bewältigen gewesen. Zum Glück trafen wir nur auf einen wilden Nackt-Ork, den wir sofort mit einer Bierdose besänftigen konnten.

Neben den Nackt-Orks sind im Wackenland vor allem die Dixiklos gefürchtet, die auch als Vorhof zur Hölle bekannt sind. Nur die mutigsten und stärksten wagen sich dorthin und doch ist ein Gang dorthin manchmal unausweichlich.

Ehrfürchtig betrachteten wir im Vorbeigehen jene mutigen Krieger, die nur mit einer Rolle Klopapier bewaffnet auf ihren Antritt zu dieser Reise warteten. Ich fragte mich, ob wir die Gefahren, die uns erwarteten, womöglich unterschätzt hatten. Und der Erfüllung von Aufgabe zwei war eine ganz neue Bedrohung in den Weg gestellt. Mir wurde klar, dass mit steigendem Alkoholkonsum der Weg früher oder später in ein Dixiklo führen würde.

Trotzdem gingen wir entschlossen weiter und unser Mut wurde belohnt, als wir auf den Weisen Christoph trafen. Viele Mythen rankten sich um ihn. Er fürchtete die Dixiklos so sehr, dass für ihn der Weg dorthin verschlossen blieb. Ich hatte mich bereits gefragt, was er statt dessen tat. Wir erfuhren, dass er sich sein eigenes stilles Örtchen am Wegrand gebaut hatte. Er willigte ein, dass auch wir es gegen eine Dose Bier Bezahlung benutzen durften. So wurde uns vorerst der Gang zum gefürchteten Dixiklo erspart.

Unsere Reise neigte sich langsam dem Ende zu, dank des Großmuts des Weisen Christoph konnten wir nunmehr unbeschwert wieder große Mengen Alkohol verzehren. Bei der Ankunft am Tor, das den Weg ins Innere, ins Herz von Wacken ebnet, wurden die letzten Reste verköstigt, alle waren betrunken und somit waren alle drei Aufgaben erfolgreich erfüllt worden.

Wir betraten endlich das Innere, auch hier gab es Gefahren, die gebannt werden mussten, doch das ist eine andere Geschichte.


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